Messer und Halunken

Workshops und Low-Gear-Turnier
Workshops mit: Anna Wiederänders(Physiotherapeutin, Osteopathin), Jan Meyer-Möwius (Widukinds-Wächter e.V.), Sören Riedel( INDES Historische Fechtkünste e.V. Halle Saale), Bjarne Kortmann (Twerchhau e.V., Berlin)
1. Körperliche Anforderungen im HEMA verstehen und trainieren Anna Wiederänders ist Physiotherapeutin, Osteopathin und selbst aktive HEMA-Fechterin. Viele kennen sie aus Schwertgeflüster sowie als Referentin der ÖFHF-Trainerausbildung. Unter @physiomeetshema verbindet sie Trainingspraxis mit fundiertem Wissen aus Therapie und Bewegungslehre. Im Rahmen von Messer und Halunken richtet sie den Blick auf die körperlichen Anforderungen im HEMA: Gelenkbelastung, Muskulatur und Bewegungsabläufe. Es geht darum, typische Belastungen zu verstehen und gezielt vorzubereiten – für nachhaltiges Training, bessere Leistungsfähigkeit und geringeres Verletzungsrisiko.
2. Ringen am Messer – Entwaffnung und Nahkampf Jan Meyer-Möwius (Widukinds-Wächter e.V.), seit 2009 aktiver HEMAist, leitet bei uns einen Workshop zum Ringen am Langen Messer. Ausgehend von der engen Mensur geht es um saubere Entscheidungen: binden, lösen oder direkt greifen. Im Fokus stehen Entwaffnungen, kontrollierte Übergänge vom Fechten ins Ringen sowie belastbare Konter. Die Inhalte orientieren sich praxisnah an Lecküchner, Talhoffer und Pauernfeind und werden strukturiert aufgebaut und geübt. Das Greifen und Ringen ist kein Zusatz, sondern ein wesentlicher Bestandteil des Messerfechtens – gerade in der kurzen Distanz. Für viele eröffnet das eine oft vernachlässigte Dimension und schließt Lücken im Nahkampf.
3. Kurze Schneide – Techniken und Ablauf im System Sören Riedel ist seit 2005 im historischen Fechten aktiv und Haupttrainer für das Lange Messer beim INDES Historische Fechtkünste e.V. Halle (Saale). Im Rahmen von Messer und Halunken leitet er einen Workshop zum Arbeiten mit der kurzen Schneide. Grundkenntnisse im Langen Messer sind vorteilhaft. Ziel ist es, zentrale Abläufe – vom Verführen mit dem Winker bis zu Sequenzen wie Durchgehen und Zucken – systematisch aufzubauen und zu verinnerlichen. Vermittelt werden Technik, Timing und Anwendung im Fluss.
4. Was ist “gutes” Messerfechten? – Ernst und Schimpf Bjarne Kortmann (Twerchhau e.V., Berlin) ist Trainer für Messerfechten, C-Lizenz-Inhaber und Vorsitzender eines der größten HEMA-Vereine Deutschlands. Seine Schwerpunkte liegen auf der praktischen Vermittlung und Einordnung des Langen Messers in unterschiedliche Fechtkontexte. In seinem Workshop nähert er sich einer zentralen Frage des Messerfechtens: Was ist „gutes“ Fechten? Ausgehend von Lecküchners Unterscheidung zwischen Ernst und Schimpf werden Techniken, Prinzipien und Trainingsansätze beleuchtet. Ziel ist es, die unterschiedlichen Kontexte zu verstehen und klarer im eigenen Training abzubilden – zwischen Anwendung, Systemverständnis und bewusster Trennung der Inhalte.
5. Das Messer als Kriegswaffe – Historischer Kontext und Anwendung Erik Mertens, Archäologe (M.A.) und Historiker (B.A.), ist seit vielen Jahren im historischen Fechten aktiv und war bis 2025 Inhaber und Übungsleiter der Fechtschule „Pax et Codex“. Als freiberuflicher Museumspädagoge verbindet er Praxis und historische Einordnung. Im Rahmen von Messer und Halunken hält er einen Vortrag zur Geschichte des Messers mit Fokus auf seine Nutzung als Kriegswaffe. Behandelt werden Entwicklung, Einsatz auf den Schlachtfeldern Mitteleuropas, Vor- und Nachteile in der Anwendung sowie Aspekte der Herstellung.
Beim Messer & Halunken findet ein Low-Gear-Turnier statt mit Bewertung der Kontrolle & Sicherheit, Technikvielfalt und Dominanz.
1. Kontrolle & Sicherheit
● Eigenkontrolle
● Risikomanagement
● Stabilität
● sichere Waffenführung
2. Technikvielfalt
● Vielfalt der eingesetzten Techniken
● saubere Ausführung
● Anpassungsfähigkeit
● technische Qualität
3. Dominanz
● Kontrolle des Gegners
● Bestimmung des Kampfverlaufs
● taktische Überlegenheit
Die Veranstaltung kann über Eveeno gebucht werden .
https://eveeno.com/messer-und-halunken

